Analyse nach Peter Lynch
Aktien screenen wie Peter Lynch
Screenen wie Peter Lynch – Mit System zur nächsten Wachstumsaktie
Peter Lynch gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Fondsmanager aller Zeiten. Mit seinem Buch One Up on Wall Street ("Der Börse einen Schritt voraus") hat er nicht nur ein Standardwerk für Privatanleger geschrieben, sondern auch eine Methodik etabliert, die einfach klingt – aber viel Disziplin erfordert. In diesem Artikel schauen wir uns an, worauf es Lynch wirklich ankommt, wie man seine Kriterien praktisch anwendet und warum ein Screening-Tool wie aktien.guide dabei enorm helfen kann.
Wer ist Peter Lynch – und was macht ihn besonders?
Peter Lynch war von 1977 bis 1990 Manager des Magellan Fund bei Fidelity. In dieser Zeit erzielte er eine durchschnittliche Jahresrendite von rund 29 %. Aus 10.000 Dollar wären über 270.000 Dollar geworden – und das in nur 13 Jahren. Sein Geheimnis? Er kaufte, was er verstand, und kombinierte solides Gewinnwachstum mit günstiger Bewertung.
In seinem Buch beschreibt Lynch sechs verschiedene Unternehmenstypen, darunter:
Langweiler (Slow Growers) – reife Unternehmen mit solider Dividende
Stetige Wachstumswerte (Stalwarts) – z. B. Coca-Cola, die 10–12 % jährlich wachsen
Schnellwachsende Firmen (Fast Growers) – junge, dynamische Unternehmen mit 20–30 % Wachstum
Turnaround-Kandidaten, zyklische Aktien und Asset Plays (Aktien mit verstecktem Buchwert)
Besonders interessant für Privatanleger sind die Stalwarts und Fast Growers, denn hier lassen sich mit den richtigen Kriterien echte Perlen entdecken – vorausgesetzt, man schaut genau hin.
Worauf kommt es Peter Lynch beim Aktienkauf an?
Lynch betont, dass man nicht auf Hype setzen sollte, sondern auf fundamentale Kennzahlen und den gesunden Menschenverstand. Ein Investor müsse kein Genie sein, aber verstehen, was ein Unternehmen tut, warum es wächst – und ob es fair bewertet ist.
Seine wichtigsten Kriterien:
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis): Je niedriger, desto besser – idealerweise unter 15.
PEG-Ratio (KGV geteilt durch Gewinnwachstum): Unter 1 ist für Lynch ein starkes Kaufsignal.
Eigenkapitalquote: Eine solide Bilanz ist Pflicht – Werte über 30 % gelten als gesund.
Verschuldungsgrad: Lieber niedrig. Unter 50 % ist top, über 100 % wird’s riskant.
Free-Cashflow-Marge: Sollte positiv und möglichst >5 % sein.
Dividendenrendite: Kein Muss, aber bei reifen Firmen gern gesehen.
Wachstum: Umsatz- und Gewinnwachstum über 10 % zeigt Dynamik.
Verständliches Geschäftsmodell: Lynch wollte Firmen, die ein Schüler verstehen kann.
In Beating the Street, einem weiteren Buch von Lynch, wiederholt er immer wieder: „Buy what you know“ – Kaufe, was du verstehst. Er war ein Fan davon, Supermarktregale oder Shopping-Malls zu beobachten und dort Marken zu finden, die im Alltag dominieren.
Beispiele, die Peter Lynch in seinen Büchern nannte
Einige bekannte Unternehmen, die Lynch selbst in seinen Büchern lobte oder sogar investierte, waren:
Dunkin’ Donuts: Ein wachsendes Franchise mit einfacher Idee – Kaffee und Donuts.
Taco Bell: Ein frühes Investment in den Fast-Food-Boom.
Subaru of America: Kaum bekannt, aber mit stetigem Absatzwachstum.
Fannie Mae: Solide Renditen, günstige Bewertung – und kaum von Anlegern beachtet.
Ford (in Turnaround-Phasen): Zykliker mit Potenzial, wenn die Wirtschaft anspringt.
Diese Beispiele zeigen mit dem Blick aus heutiger Sicht: Es müssen nicht immer Tech-Giganten sein. Oft sind es langweilige, unterschätzte Firmen mit sauberem Zahlenwerk, die sich zu Multibaggern entwickeln.
So setzt man die Lynch-Strategie praktisch um
Die Theorie ist das eine – die Umsetzung das andere. Gerade bei tausenden Aktien weltweit ist es ohne digitale Hilfe schwierig, regelmäßig potenzielle Lynch-Kandidaten zu finden.Mit meinem dem Screening-Tool aktien.guide habe ich eine Screening-Liste nach Peter Lynch erstellt, die genau auf die Peter-Lynch-Kriterien zugeschnitten ist. Sie hilft dir dabei, täglich Aktien zu finden. Das sind untr anderem die Werte.
ein niedriges PEG-Ratio (< 1)
ein KGV unter 15–20
ein solides Gewinn- und Umsatzwachstum,
eine hohe Eigenkapitalquote
und möglichst positive Free-Cashflows haben.
Der Vorteil:
Du musst nicht mehr jede Bilanz selbst lesen. Der Screener zeigt dir auf Knopfdruck die passenden Aktien – transparent und auf Basis harter Fakten. Wenn du die Ergebnisse regelmäßig überprüfst und analysierst, entwickelst du ein gutes Gefühl für günstige, wachstumsstarke Unternehmen – ganz wie Peter Lynch.
Fazit: Mit Köpfchen statt Hype
Lynch hat einmal gesagt: „Hinter jeder Aktie steckt ein Unternehmen. Finde heraus, was es macht.“
Dieser Satz bringt seine Philosophie perfekt auf den Punkt. Wer regelmäßig Aktien mit gesundem Wachstum, fairer Bewertung und einfacher Logik findet, muss sich um die Performance keine Sorgen machen. Mit einem modernen Screening-Tool lassen sich die Lynch-Kriterien effizient umsetzen – ideal für Privatanleger, die keine Analystenberichte wälzen wollen, aber trotzdem systematisch investieren möchten.