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Quartalszahlen

Novartis erhöht die Gewinnprognose, neue Medikamente laufen gut

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Novartis hebt die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 an. Grund sind ein höheres operatives Kernergebnis und stark nachgefragte Wachstums-Medikamente.

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Foto zu Novartis: Pays : Suisse🇨🇭 Canton : Bâle-Ville Commune : Bâle Quartier : St. Johann Adresse : St. Johanns-Hafen-Weg 5 Fonction : Éducation / Culture Construction : 2021 → 2022 ► Architectes : Blaser Architekten
Foto: Alexandre Prevot from Nancy, France / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Umsatzzuwachs und angehobene Jahresprognose

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat im dritten Quartal 2026 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von vier Prozent erzielt. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 14,5 Milliarden US-Dollar. Treiber dieser Entwicklung war die starke Nachfrage nach jüngst eingeführten Medikamenten und strategischen Kernmarken. Auf Basis der verbesserten Profitabilität im Sommerquartal hob die Konzernleitung ihre Prognose für das bereinigte operative Ergebnis des Gesamtjahres an.

Starke Dynamik bei Kernmarken und Belastung durch Sondereffekt

Das operative Geschäft profitierte vor allem von den ausgewiesenen Wachstumsträgern des Portfolios. Dazu zählen unter anderem das Krebsmedikament Kisqali, das Multiple-Sklerose-Mittel Kesimpta sowie der Cholesterinsenker Leqvio. Auch die Präparate Scemblix und Pluvicto trugen mit zweistelligen Zuwachsraten zum Gesamtergebnis bei. Das gesamte Wachstumssegment verzeichnete ein starkes währungsbereinigtes Umsatzplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das bereinigte operative Ergebnis kletterte im dritten Quartal auf 6,0 Milliarden US-Dollar. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich deutlich auf 41,6 Prozent. Demgegenüber ging das unbereinigte Betriebsergebnis nach IFRS kräftig zurück. Ursache hierfür war eine Sonderwertberichtigung von 1,9 Milliarden US-Dollar auf das Entwicklungsprojekt Del-desiran zur Behandlung der Myotonen Dystrophie Typ 1, nachdem eine klinische Phase-III-Studie ihren primären Endpunkt verfehlt hatte. Der ausgewiesene Reingewinn fiel infolgedessen ebenfalls deutlich ab.

Dividende und Kapitalrückfluss an Aktionäre

Novartis verfolgt weiterhin eine zielgerichtete Kapitalallokation. Im ersten Halbjahr 2026 schüttete der Konzern eine jährliche Dividende von umgerechnet 9,1 Milliarden US-Dollar an seine Aktionäre aus. Parallel dazu setzt das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar fort. Per Ende September 2026 verblieb daraus noch ein beträchtliches verbleibendes Kaufvolumen.

Entwicklung von Cashflow und Verschuldung

Der Free Cashflow belief sich im dritten Quartal auf 5,1 Milliarden US-Dollar und lag damit unter dem Vorjahresniveau. In den ersten neun Monaten des Jahres generierte das Unternehmen jedoch weiterhin einen zweistelligen Milliardenbetrag an freiem Cashflow.

Trotz des stetigen Cashflows aus dem operativen Geschäft erhöhte sich die Finanzverschuldung der Gruppe spürbar. Die Nettoverschuldung stieg von 21,9 Milliarden US-Dollar Ende 2025 auf 37,4 Milliarden US-Dollar zum Ende des dritten Quartals. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus Zahlungen für Akquisitionen und Zukäufe immaterieller Vermögenswerte sowie aus der Dividendenauszahlung und den Aktienrückkäufen.

Ausblick und Herausforderungen

Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management nun ein währungsbereinigtes Wachstum des bereinigten operativen Ergebnisses im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Zuvor war das Unternehmen noch von einem leichten Rückgang ausgegangen. Beim währungsbereinigten Nettoumsatz rechnet der Konzern weiterhin mit einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Als wesentlicher Risikofaktor verbleibt die Abhängigkeit vom Erfolg klinischer Studien. Das Verfehlen von Studienzielen, wie zuletzt bei Del-desiran und Pelacarsen, unterstreicht die inhärenten Entwicklungsrisiken der Pharmabranch. Zudem erfordern anstehende Exklusivitätsverluste bei älteren Medikamenten eine kontinuierliche Erneuerung der Produktpipeline, um den Umsatz auf Niveaus oberhalb der Vorjahre zu stabilisieren.

Quelle: Novartis, Quartalszahlen Q3 2026 vom 2026-10-27. Rechenwege eigene Berechnung. Keine Anlageberatung.

Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ist weder Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust.