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Quartalszahlen

HSBC verdient 9,6 Milliarden vor Steuern und kauft Aktien zurück

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HSBC steigert den Vorsteuergewinn im dritten Quartal 2026 auf 9,6 Mrd. USD. Neben einer Dividende von 0,10 USD folgt ein neuer Aktienrückkauf.

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Foto zu HSBC Holdings plc: HSBC Building (Hong Kong)
Foto: Suicasmo / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

HSBC steigert Gewinn im dritten Quartal deutlich

Die britisch-asiatische Großbank HSBC Holdings plc hat im dritten Quartal 2026 ein deutliches Ergebniswachstum erzielt. Der Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32 Prozent auf 9,6 Milliarden US-Dollar, vor allem getrieben von höheren Zinseinnahmen und dem Wegfall von Rechtsrückstellungen aus dem Vorjahr. Gleichzeitig kündigte das Institut eine weitere Zwischendividende sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm an.

Höhere Zinserträge und geringere Vorsorge im Quartal

Das operative Geschäft profitierte vor allem von einem Zuwachs beim Bankenzinsertrag, der um 0,6 Milliarden US-Dollar auf 11,7 Milliarden US-Dollar zulegte. Die Gesamteinnahmen stiegen um fünf Prozent auf 18,6 Milliarden US-Dollar. Neben dem Zinsgeschäft entwickelten sich auch die Gebühreneinnahmen im Bereich Corporate and Institutional Banking sowie im Vermögensverwaltungsgeschäft positiv. Die Zinsmarge blieb mit 1,57 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil.

Auf der Kostenseite verzeichnete HSBC einen Rückgang der Betriebsausgaben um zwölf Prozent auf 8,8 Milliarden US-Dollar, was maßgeblich mit dem Wegfall juristischer Rückstellungen aus dem dritten Quartal 2025 zusammenhängt. Die Risikovorsorge für erwartete Kreditausfälle sank um 17 Prozent auf 0,8 Milliarden US-Dollar. Dieser Rückgang erklärt sich unter anderem durch geringere Wertberichtigungen im gewerblichen Immobiliensektor in Hongkong sowie im britischen Heimatmarkt.

„Unsere Performance zeigt, dass sich Kunden in einer komplexeren Welt weiterhin an uns wenden, um Unsicherheiten zu bewältigen und neue Chancen zu nutzen. Sie spiegelt auch die konsequente Umsetzung unserer strategischen Prioritäten mit Tempo, Präzision und Disziplin wider. Während wir die HSBC vereinfachen, schaffen wir größere Kapazitäten, um zu investieren, zu wachsen und starke Renditen für unsere Aktionäre zu erzielen.“

— Georges Elhedery, Group CEO

Dividende von 0,10 US-Dollar und neues Aktienrückkaufprogramm

Der Verwaltungsrat hat eine dritte Zwischendividende von 0,10 US-Dollar je Stammaktie für das Geschäftsjahr 2026 beschlossen. Für die Jahre 2026 bis 2028 strebt die Bank weiterhin eine Payout Ratio von 50 Prozent an, bezogen auf den Gewinn je Aktie vor wesentlichen Sondereffekten. Zusätzlich schloss HSBC Ende September ein Aktienrückkaufprogramm über 1,0 Milliarden US-Dollar ab und plant umgehend die Einleitung eines weiteren Rückkaufs im gleichen Volumen bis zu den Jahresergebnissen.

Bilanzstärke und regulatorische Eigenkapitalquote

Die Bilanzsumme belief sich zum Quartalsende auf rund 3,4 Billionen US-Dollar. Die Kundenausleihungen stiegen im Vergleich zum Vorquartal auf währungsbereinigter Basis um 6,7 Milliarden US-Dollar, getrieben durch Geschäftszuwächse in Großbritannien und Hongkong. Die Einlagen der Kunden wuchsen im selben Zeitraum währungsbereinigt um 6,5 Milliarden US-Dollar.

Die harte Kernkapitalquote (CET1) ging im Vergleich zum Jahresmitte-Stand von 14,1 Prozent leicht auf 13,9 Prozent zurück. Dieser Rückgang resultiert aus einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva sowie Fair-Value-Anpassungen im Anleiheportfolio durch gestiegene Renditen. Dennoch liegt die Kapitalquote nahe am angestrebten Zielkorridor von 14,0 bis 14,5 Prozent.

Effizienz und Rendite im Fokus

Die annualisierte Eigenkapitalrendite auf das greifbare Eigenkapital (RoTE) verbesserte sich im Berichtsquartal auf 17,7 Prozent nach 12,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten lag die RoTE bei 18,2 Prozent. Die Aufwands-Eintrags-Relation verbesserte sich entsprechend von 56,6 Prozent auf 47,4 Prozent, was den Fortschritt beim laufenden Konzernumbau verdeutlicht. Die Bewertung der Aktie misst sich an diesen Effizienzfortschritten, wobei Investoren neben dem KGV vor allem auf die Nachhaltigkeit dieser Eigenkapitalrendite achten.

Ausblick und Risiken im globalen Umfeld

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vorstand seine Prognose und rechnet weiterhin mit einem Bankenzinsertrag von mindestens 46 Milliarden US-Dollar. Bei den Kreditausfällen wird eine Quote von etwa 45 Basispunkten bezogen auf das durchschnittliche Bruttokreditvolumen erwartet. Mittelfristig peilt HSBC eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von mindestens 17 Prozent an.

Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die weiterhin für Unsicherheit an den Rohstoff- und Finanzmärkten sorgen. Zudem bleiben die Entwicklung auf dem gewerblichen Immobilienmarkt in Hongkong sowie potenzielle Handelskonflikte und Zölle entscheidende Einflussfaktoren für das künftige Kreditrisiko der Großbank.

Quelle: HSBC Holdings plc, Quartalszahlen Q3 2026 vom 2026-10-27. Rechenwege eigene Berechnung. Keine Anlageberatung.

Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ist weder Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust.