Altersvorsorgedepot-Rechner
Das Altersvorsorgedepot löst ab 2027 die Riester-Rente ab. Der Rechner zeigt Depotwert, Zulagen und Auszahlung und stellt einen ETF-Sparplan ohne Förderung daneben. Unten findest du die Anbieter mit Kosten und Quellen.
Anbieter für deine Eingaben vergleichen · Alle Konditionen und Quellen · Fragen und Antworten
Was der Rechner annimmt (Stand Oktober 2026)
Grundlage ist das Gesetz zur Reform der privaten Altersvorsorge (Bundestag 27. März 2026, Bundesrat 8. Mai 2026, verkündet am 26. Mai 2026, BGBl. 2026 I Nr. 156), das ab dem 1. Januar 2027 gilt. Neue Verträge sind erst ab diesem Datum möglich und müssen vom Bundeszentralamt für Steuern zertifiziert sein. Die Kosten der Anbieter findest du im Anbietervergleich. Maßgeblich sind das Gesetz und die Bedingungen des Anbieters.
- Grundzulage: 50 Cent je Euro Eigenbeitrag bis 360 € pro Jahr, danach 25 Cent je Euro bis 1.800 €. Höchstens 540 € pro Jahr. Voraussetzung sind mindestens 120 € Eigenbeitrag im Jahr.
- Kinderzulage: 1 € je Euro Eigenbeitrag, höchstens 300 € je kindergeldberechtigtem Kind und Jahr. Sie gibt es, solange Kindergeld gezahlt wird: in der Regel bis zum 18. Geburtstag, bei Ausbildung oder Studium bis 25 (Haken „Kindergeld bis 25“). Der Rechner zählt für jedes Jahr, wie viele deiner Kinder noch zulageberechtigt sind. Ein und derselbe Eigenbeitrag zählt für alle Kinder: ab 300 € im Jahr (25 € im Monat) gibt es die volle Kinderzulage von 300 € für jedes Kind. Einzelne Anbieter (z. B. ING) nennen dagegen 300 € Eigenbeitrag je Kind. Jedes Kind wird nur einmal gefördert, also nur bei einem Elternteil. Ein Alter von 0 steht für ein Neugeborenes oder ein Kind, das noch kommt.
- Berufseinsteiger-Bonus: einmalig 200 €, wenn der Vertrag vor dem 25. Geburtstag abgeschlossen wird.
- Kosten: Beim Standarddepot dürfen die Effektivkosten höchstens 1,0 % im Jahr betragen. Zulagen und Erträge werden in der Ansparphase nicht versteuert.
- Auszahlung: frühestens ab 65, spätestens ab 70, als Auszahlplan oder Rente. Die Auszahlung wird vereinfacht mit deinem persönlichen Steuersatz berücksichtigt.
- Nicht enthalten: die Günstigerprüfung mit Sonderausgabenabzug (das Finanzamt prüft automatisch, was mehr bringt), der mögliche Steuervorteil durch den Sonderausgabenabzug, Garantieprodukte, lebenslange Rente und der Wechsel aus einem Riester-Vertrag.
ETF-Vergleich: Dieselben Eigenbeiträge fließen in einen ETF-Sparplan ohne Zulagen. Bei Auszahlungsbeginn wird der Gewinn mit 30 % Teilfreistellung, 1.000 € Sparer-Pauschbetrag und 26,375 % Steuer belastet. Die Vorabpauschale ist nicht enthalten. Auch der ETF wird über denselben Zeitraum ausgezahlt, ohne weitere Steuer. Beide Wege sind vereinfacht.
Häufige Fragen
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Ein geplanter, staatlich geförderter Vertrag für die private Altersvorsorge, der ab 2027 Riester-Verträge ablösen soll. Anleger können in zugelassene Fonds investieren, auch ohne Garantie.
Wie hoch ist die Zulage?
Die Grundzulage beträgt bis zu 540 € pro Jahr. Dafür sind 1.800 € Eigenbeitrag nötig. Dazu kommen Kinderzulagen und ein einmaliger Bonus für Berufseinsteiger.
Ist das Altersvorsorgedepot besser als ein ETF-Sparplan?
Das hängt von Zulagen, Kosten und deiner Steuerlast im Alter ab. Der Rechner zeigt beide Wege unter denselben Annahmen. Nicht enthalten sind der Steuervorteil des Sonderausgabenabzugs und die Details der Auszahlungsbesteuerung.
Rechenbeispiel mit den Voreinstellungen
Du bist 30, zahlst 150 Euro im Monat ein, die Auszahlung beginnt mit 67 und läuft bis 85. Das Depot erzielt 6 Prozent vor Kosten, die Kosten liegen bei 1,0 Prozent im Jahr (gesetzliche Obergrenze für das Standarddepot), in der Auszahlphase sind es 3 Prozent, dein Steuersatz im Alter beträgt 20 Prozent.
- Depotwert bei Auszahlungsbeginn: rund 241.965 Euro. Davon sind 66.600 Euro eigene Beiträge, 19.980 Euro Zulagen und 155.385 Euro Erträge.
- Die Zulage beträgt 540 Euro im Jahr: 150 Euro im Monat sind 1.800 Euro im Jahr, die Förderung liegt damit bei 30 Prozent der Beiträge.
- Die Auszahlung liegt bei rund 1.157 Euro im Monat nach Steuer. Der ETF-Sparplan mit 0,2 Prozent Kosten ohne Förderung liefert rund 1.170 Euro im Monat.
Der Vergleich zeigt: Bei der Kostenobergrenze von 1,0 Prozent frisst die Kostenlast die Förderung im Beispiel fast auf. Sinken die Kosten im Altersvorsorgedepot auf 0,5 Prozent, steigt die Auszahlung auf rund 1.296 Euro im Monat, bei 0,2 Prozent auf rund 1.388 Euro. Die Kosten des Anbieters entscheiden deshalb mit, ob sich das Altersvorsorgedepot gegenüber einem normalen ETF-Sparplan lohnt.
Mit Kind und Berufseinsteiger-Bonus
Ein Beispiel mit anderen Eingaben: Du bist 24, bekommst ein Kind (Alter 0, 18 Jahre Kinderzulage) und erhältst den einmaligen Bonus von 200 Euro. Bei 150 Euro im Monat steigt die Zulage dann auf 840 Euro im Jahr, zusammen rund 28.820 Euro Zulagen und Bonus, und der Depotwert bei Auszahlungsbeginn auf rund 370.600 Euro. Das Alter der Kinder trägst du im Rechner ein, er rechnet dann genau aus, wie viele Jahre die Kinderzulage läuft (bis 18, bei Ausbildung oder Studium bis 25). Der Anteil der Förderung am Ergebnis wächst, je früher du beginnst und je mehr Kinder zulageberechtigt sind.
Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?
- Eltern: Die Kinderzulage von 100 Prozent je eingezahltem Euro bis 300 Euro im Jahr und Kind ist die stärkste Förderung. Sie läuft, solange Kindergeld gezahlt wird.
- Berufseinsteiger: Bonus von 200 Euro bei Abschluss vor dem 25. Geburtstag und viel Zeit für den Zinseszins.
- Bestehende Riester-Sparer: Bestehende Verträge laufen weiter, neue Riester-Verträge gibt es ab 2027 nicht mehr. Ein Wechsel ist möglich, kann aber Kosten verursachen.
- Weniger sinnvoll kann es sein, wenn du früh an das Geld willst. Die Auszahlung beginnt frühestens mit 65.
Weitere Fragen und Antworten
Wann startet das Altersvorsorgedepot?
Neue Verträge sind ab dem 1. Januar 2027 möglich. Das Gesetz hat der Bundestag am 27. März 2026 beschlossen, der Bundesrat hat am 8. Mai 2026 zugestimmt. Anbieter brauchen vorher eine Zertifizierung durch das Bundeszentralamt für Steuern.
Welcher Anbieter hat das günstigste Altersvorsorgedepot?
Das lässt sich noch nicht verbindlich sagen. Anbieter wie flatex, Deka, Scalable Capital und ING nennen niedrige laufende Kosten, Trade Republic und weitere erstatten ETF-Kosten. Alle Angaben sind Ankündigungen. Der Vergleich unten zeigt den Stand mit Quellen.
Wie hoch sind die Kosten beim Altersvorsorgedepot?
Das Standarddepot ist auf höchstens 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr gedeckelt. Beim frei gestalteten Depot gibt es keinen gesetzlichen Deckel. Der Anbieterwechsel ist nach fünf Jahren kostenfrei, der neue Anbieter darf höchstens 150 Euro berechnen.
Kann ich im Rechner Anbieter vergleichen?
Ja. Wähle oben einen Anbieter aus, dann übernimmt der Rechner dessen Kosten und die Dauer einer möglichen Erstattung. Unter dem Rechner siehst du alle Anbieter mit deinen Eingaben nebeneinander, sortiert nach der Auszahlung pro Monat. Die Angaben werden regelmäßig automatisch auf Änderungen geprüft.
Wird das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase besteuert?
Nein. In der Ansparphase fallen keine Steuern an, auch keine Vorabpauschale, und Umschichten löst keine Abgeltungsteuer aus. Die Auszahlung wird nachgelagert mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert.
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Anbieter im Vergleich
Ab dem 1. Januar 2027 können Verträge für das neue geförderte Altersvorsorgedepot abgeschlossen werden. Hier siehst du, was Trade Republic, Scalable Capital, ING, Deka und weitere angekündigt haben. Stand der Angaben: 05.11.2026. Zuletzt automatisch auf Änderungen geprüft am 05.11.2026.
Wichtig: Alle Angaben sind Ankündigungen der Anbieter laut den genannten Quellen und noch nicht verbindlich. Effektivkosten inklusive Abschluss- und Vertriebskosten nennt bisher kein Anbieter. Verglichen werden die laufenden Kosten des Standarddepots, die ETF-Erstattungen sind meist befristet. Dein Ergebnis hängt zusätzlich von Förderung, Fondsauswahl und Beitrag ab. Das ist keine Anlageberatung.
Was ist am günstigsten?
- Zum Start kosten fast alle Anbieter nichts (Trade Republic, Scalable, Smartbroker+, flatex, Traders Place, Bitpanda), weil sie die ETF-Kosten zunächst erstatten. Die Erstattung ist bei den meisten befristet, bei Trade Republic ohne Enddatum, aber nicht vertraglich garantiert.
- Langfristig niedrige Kosten nennen: flatex (höchstens 0,07 % ab Jahr 6), Deka (0,1 %), Scalable (höchstens 0,15 %) und ING (0,20 %).
- Teurer, aber mit Beratung oder aktivem Management: Deutsche Bank/DWS (0,28 bis 1,13 %) und Union Investment (0,55 bis 1,0 %). Der gesetzliche Deckel für das Standarddepot liegt bei 1,0 % Effektivkosten pro Jahr.
- Noch offen: comdirect, Consorsbank und DKB haben ihr Angebot angekündigt, aber keine Konditionen veröffentlicht.
Tabelle seitlich scrollen für alle Spalten →
| Anbieter | Kosten zu Beginn | Kosten langfristig | Kosten im Detail | Depot und Orders | Auswahl | Typ | Stand | Quellen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0,00 % | 0,07 % | 0 % in den ersten 5 Jahren (Produktkosten werden erstattet), danach höchstens 0,07 % p. a. | Depot und Vertrag gebührenfrei, keine Ordergebühren für Sparpläne und Einmalanlagen | Standarddepot Core; Plus und Flex mit mehr Auswahl, Preise noch offen | Broker | Core konkret angekündigt | Stiftung Warentest: Preiskampf ums Altersvorsorgedepot finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| 0,10 % | 0,10 % | 0,1 % p. a. Gesamtkosten im Standarddepot (nur ETF-Kosten). Individualdepot mit aktiven Fonds 1,0 bis 1,5 % p. a. Vorbehalt der BaFin-Genehmigung, im November erwartet | Depot und Zulagenverwaltung kostenlos | Ein weltweiter Aktien-ETF und ein europäischer Renten-ETF | Sparkasse | Angekündigt | Stiftung Warentest: Preiskampf ums Altersvorsorgedepot finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| 0,00 % | 0,15 % | 0 % bei ausgewählten ETFs bis mindestens 31.12.2027, danach höchstens 0,15 % p. a. (Standarddepot) Konditionen noch nicht verbindlich | Depot, Sparpläne, Ein- und Auszahlungen kostenlos. Freie ETF-Wahl: Orders 0 € mit PRIME+, 0,99 € im Free-Tarif | Standarddepot mit vorgegebenen ETFs; zusätzlich freie ETF-Wahl | Broker | Konditionen veröffentlicht, Voranmeldung möglich | Capitalo: Altersvorsorgedepot Stiftung Warentest: Preiskampf ums Altersvorsorgedepot finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| 0,20 % | 0,20 % | Standarddepot (Relax): 0,20 % p. a. Gesamtkosten. Aktiv (freie Wahl): ab 0,03 % p. a. Angaben zu Transaktionskosten unterscheiden sich je Quelle | Keine Depot- und Wechselgebühren, Umschichtungen und Einmalzahlungen 0 €. Sparen ab 10 € im Monat | Relax: zwei vorausgewählte ETFs. Aktiv: über 1.000 ETFs und Fonds | Direktbank | Konditionen veröffentlicht | Cash.: ING bringt Altersvorsorgedepot 2027 finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich ING: Altersvorsorgedepot erklärt | |
| 0,00 % | 0,00 % | ETF-Produktkosten werden bei mehreren Dutzend ausgewählten ETFs erstattet, ohne Enddatum Erstattung ist nicht vertraglich garantiert | Depot und Ausführung 0 €, im Standard- und im frei gestaltbaren Depot | Ausgewählte ETFs von BlackRock, DWS und Vanguard | Neobroker | Konditionen veröffentlicht | Cash.: Trade Republic verschärft Preiskampf Stiftung Warentest: Preiskampf ums Altersvorsorgedepot finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| 0,00 % | – | ETF-Kosten werden in den ersten 3 Jahren erstattet, danach zahlst du die Kosten der gewählten ETFs (nicht genannt) | Depot, Sparpläne und Orders gebührenfrei | Standarddepot mit drei ETFs: MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World | Neobroker | Standarddepot veröffentlicht | Stiftung Warentest: Preiskampf ums Altersvorsorgedepot finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| 0,00 % | – | ETF-Kosten werden bis mindestens Ende 2028 erstattet (bis 20.000 €), danach je ETF 0,08 bis 0,20 % p. a. | Depot 0 €. Orders im flexiblen Depot ab 500 € 0 €, darunter 0,95 € | Standard: drei Varianten mit je zwei ETFs. Flexibel: mehrere hundert ETFs und Fonds | Broker | Konditionen veröffentlicht | finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| 0,00 % | – | ETF-Kosten 0 % in den Jahren 2027 bis 2029, danach je nach Produkt (offen) | Depot 0 €. Orders über Partner 0 €, sonst 1 € | Standard: zwei ETFs. Flex: frei zusammenstellbar | Broker | Konditionen veröffentlicht, Kosten ab 2030 offen | finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| 0,10 % | 0,28 % | Die Deutsche Bank etwa setzt auf ein Standarddepot, das die Fondstochter DWS entwickelt hat. Es kostet in den ersten zwei Jahren 0,1 Prozent, danach 0,28 Prozent. Angaben zu den ersten zwei Jahren unterscheiden sich je Quelle | Digitales Standarddepot | Digitales Standarddepot, erweiterte Variante mit Beratung | Filialbank | Laut Bank veröffentlicht | Cash.: Trade Republic verschärft Preiskampf finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich www.cash-online.de | |
| – | 0,42 % | VorsorgeDepot ETF voraussichtlich 0,42 % p. a., aktive ETFs 0,60 %, Fonds 0,65 %, Comfort 1,13 % Kosten teils "voraussichtlich" | nicht genannt | Welt-Aktien-ETF plus europäischer Renten-Baustein | Fondsgesellschaft | Angekündigt | Stiftung Warentest: Preiskampf ums Altersvorsorgedepot | |
| – | 0,55 % | UniVorsorge Basis 0,55 % p. a. Verwaltungsvergütung, Pro 1,0 % p. a. Garantie-Variante: Kosten je nach Fonds | nicht genannt | Basis: aktiver Welt-Aktien-ETF und aktiver Renten-ETF. Garantie: 100 % der Beiträge und Zulagen | Fondsgesellschaft | Angekündigt | Stiftung Warentest: Preiskampf ums Altersvorsorgedepot | |
| – | – | Keine Abschlussgebühren und keine Provisionen, vollständige Konditionen noch offen Konditionen unvollständig | Standarddepot 0 € | Zwei Vanguard-ETFs: FTSE Global All Cap und Global Aggregate Bond (EUR-hedged) | Robo-Advisor | Standarddepot vorgestellt | Stiftung Warentest: Preiskampf ums Altersvorsorgedepot finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| – | – | Noch keine Konditionen veröffentlicht | nicht genannt | Standard, Selbstentscheider und Frühstartrente angekündigt | Direktbank | Angekündigt | finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| – | – | Noch keine Konditionen veröffentlicht | nicht genannt | Freies Depot und Standarddepot angekündigt | Direktbank | Angekündigt | finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich | |
| – | – | Noch keine Konditionen veröffentlicht | nicht genannt | Angebot bestätigt, Details offen | Direktbank | Angekündigt | finanzwissen.de: Anbieter im Vergleich |
Letzte Änderungen
- 05.11.2026: Deutsche Bank (DWS), Jahre der Erstattung von 0 auf 2 (Quelle)
- 05.11.2026: Deutsche Bank (DWS), Kosten zu Beginn von offen auf 0,10 % (Quelle)
Das gilt für alle Anbieter
- Start: 1. Januar 2027. Das Gesetz zur Reform der privaten Altersvorsorge hat der Bundestag am 27. März 2026 beschlossen, der Bundesrat hat am 8. Mai 2026 zugestimmt. Vor der Zertifizierung durch das Bundeszentralamt für Steuern darf kein Anbieter Verträge verkaufen.
- Förderung: 50 Cent je Euro auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag im Jahr, 25 Cent je Euro bis 1.800 Euro, zusammen höchstens 540 Euro Grundzulage. Kinderzulage 1 Euro je Euro, höchstens 300 Euro je Kind. Einmalig 200 Euro Bonus bei Abschluss vor dem 25. Geburtstag.
- Beiträge: mindestens 120 Euro im Jahr, höchstens 6.840 Euro (570 Euro im Monat), davon gefördert bis 1.800 Euro.
- Kosten: Jeder Anbieter muss ein Standarddepot mit höchstens 1,0 % Effektivkosten pro Jahr anbieten. Beim frei gestalteten Depot gibt es keinen gesetzlichen Deckel. Der Anbieterwechsel ist nach fünf Jahren kostenfrei, der neue Anbieter darf höchstens 150 Euro berechnen.
- Steuer: Keine Steuer in der Ansparphase, auch keine Vorabpauschale. Die Auszahlung wird nachgelagert mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert, frühestens ab 65 und spätestens ab 70, als Rente oder Auszahlplan mindestens bis 85.
- Riester: Bestehende Verträge laufen weiter. Neue Riester-Verträge gibt es ab 2027 nicht mehr.
- Frühstartrente: Der Bund will Kindern vom 6. bis zum 18. Lebensjahr 10 Euro im Monat zahlen. Das Kabinett hat den Entwurf am 12. August 2026 beschlossen, Bundestag und Bundesrat haben noch nicht entschieden (Stand 20.10.2026).
Trage die Kosten deines Anbieters im Rechner oben unter „Kosten im Altersvorsorgedepot“ ein, dann siehst du die Förderung und den Vergleich mit einem ETF-Sparplan.
Quellen
- Stiftung Warentest, 13.10.2026
- finanzwissen.de, Stand 29.10.2026
- Capitalo, Stand 22.10.2026
- Cash., 26.10.2026, Cash., 13.10.2026
- ING, Stand 14.07.2026
Hinweis: Keine Anlageberatung. Angaben ohne Gewähr, die Konditionen können sich bis zum Start ändern. Maßgeblich sind die Vertragsunterlagen der Anbieter.
Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ist weder Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung. Alle Ergebnisse sind Szenarien auf Basis deiner Annahmen und keine Prognose.