Dividenden-Rechner Aktien-Hub

Quartalszahlen

DBS: Nettogewinn sinkt im dritten Quartal um 5 % auf 2,8 Mrd. SGD – Dividende von 81 Cent je Aktie

$D05

Die größte Bank Südostasiens meldet für das dritte Quartal 2026 weniger Gewinn, aber wachsendes Kredit- und Einlagengeschäft. Nach neun Monaten steht ein Rekordgewinn von 8,8 Mrd. SGD. Die Dividende liegt bei 81 Cent je Aktie.

Teilen
Menschen am Merlion Park in Singapur vor den Hochhäusern des Finanzviertels
Foto: Reuben Hu auf Unsplash

Kurz gesagt

Gesamtertrag: 5,9 Mrd. SGD (−1 %) Nettogewinn: 2,8 Mrd. SGD (−5 %)

  1. Wachstum im Kerngeschäft: Kredite (479 Mrd. SGD) wachsen um 11 %, Einlagen (650 Mrd. SGD) um 10 %, der Zinsüberschuss steigt um 4 % auf 3,7 Mrd. SGD. Die Gebühreneinnahmen legen um 6 % zu.
  2. Schwächere Seiten: Der Handelsertrag fällt um 65 % auf 152 Mio. SGD, die Risikovorsorge steigt um 41 % auf 175 Mio. SGD, die Nettozinsmarge sinkt gegenüber dem Vorjahr um 9 Basispunkte.
  3. Dividende und Ausblick: Für das Quartal sind 81 Cent je Aktie vorgesehen (66 Cent Dividende plus 15 Cent Kapitalrückgabe). Die Konzernchefin Tan Su Shan nennt den Ausblick „unsicherer“.

DBS im dritten Quartal: Handel enttäuscht, das Kundengeschäft wächst

Die DBS Group, die größte Bank Südostasiens mit Sitz in Singapur, hat im dritten Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Nettogewinn lag bei 2,8 Mrd. Singapur-Dollar (SGD), erwartet worden waren laut Beansprout rund 3,0 Mrd. Das sind 5 % weniger als vor einem Jahr und 9 % weniger als im zweiten Quartal. Hauptgrund ist der Handel: Der Ertrag aus dem Marktgeschäft brach um 65 % auf 152 Mio. SGD ein, die Bank nennt ungünstige Marktbedingungen, vor allem am Aktienmarkt. Das übrige Geschäft wächst. Der Gesamtertrag sank dadurch nur um 1 % auf 5,9 Mrd. SGD. Nach neun Monaten steht ein Rekordgewinn von 8,8 Mrd. SGD (+2 %) bei einem Rekordertrag von 17,9 Mrd. SGD (+2 %).

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Kennzahl Q3 2026 Veränderung zum Vorjahr
Nettogewinn 2,8 Mrd. SGD −5 %
Gesamtertrag 5,9 Mrd. SGD −1 %
Zinsüberschuss 3,7 Mrd. SGD +4 %
Netto-Gebühreneinnahmen 1,4 Mrd. SGD +6 %
Handelsertrag (Märkte) 152 Mio. SGD −65 %
Kosten 2,4 Mrd. SGD −1 %
Risikovorsorge 175 Mio. SGD +41 %

Die Aufwand-Ertrag-Quote (Cost-Income-Ratio) liegt bei 40,6 %, nach 40,3 % im Vorjahr und 38,5 % im zweiten Quartal. Je niedriger sie ausfällt, desto effizienter arbeitet die Bank.

Was gut lief

Was weniger gut lief

Dividende

Für das dritte Quartal schlägt DBS 81 Cent je Aktie vor. Sie setzen sich aus einer Zwischendividende von 66 Cent und einer Kapitalrückgabe-Dividende von 15 Cent zusammen. Für die ersten neun Monate summiert sich die Ausschüttung auf 243 Cent (198 Cent Dividende und 45 Cent Kapitalrückgabe). Die Beträge sind in Singapur-Cent angegeben. Das Aktiendividendenprogramm (Scrip) gilt für diese Zahlung nicht.

Termin Datum
Ex-Dividenden-Tag 13. November 2026
Schließung des Aktienregisters 16. und 17. November 2026
Auszahlung ca. 24. November 2026

Ausblick und Einordnung

Mit dem Zinsüberschuss sieht das Management nach Angaben aus der Telefonkonferenz (laut Beansprout) die Talsohle durchschritten: Er stieg um 4 %, obwohl der Referenzzins Sora sich binnen eines Jahres halbiert hat, und die Marge soll Richtung 1,90 % anziehen. Für 2027 stellt die Bank laut Beansprout ein mittleres einstelliges Ertragswachstum in Aussicht. Das hängt aber an Annahmen zu Zinsen und Währung. Das Vermögen in der Vermögensverwaltung stieg auf den Rekordwert von 544 Mrd. SGD (+5 % zum Vorquartal).

Tan Su Shan, die Konzernchefin von DBS, spricht von „einem weiteren Quartal mit starkem Wachstum im Kerngeschäft“, das sich in höheren Krediten, Einlagen und betreuten Vermögen zeige. Zugleich sei der Ausblick „unsicherer geworden“. Sie nennt Energiepreise, straffere Finanzierungsbedingungen und geopolitische Risiken als Gründe. Für 2027 wolle die Bank „flexibel bleiben, um Chancen zu nutzen, und Risiken umsichtig steuern“.

Für Anleger ist das Bild gemischt. Die Aktie wird nach Beansprout mit rund dem 2,9-Fachen des Buchwerts gehandelt, deutlich über dem langjährigen Schnitt von etwa 1,6. Das Kundengeschäft wächst, die Kreditqualität ist gut und die Kapitalpolster sind groß. Auf der anderen Seite drücken niedrigere Zinsen auf die Marge, und der Handelsertrag schwankt von Quartal zu Quartal stark. Ein einzelnes schwaches Handelsquartal sagt für sich noch wenig über die Ertragskraft der Bank aus. Ob die Dividende in dieser Höhe bleibt, hängt von der weiteren Zinsentwicklung und dem Kreditgeschäft ab. Die Zahlen sind Unternehmensangaben und keine Anlageberatung.

Weitere Quellen: DBS Newsroom, Beansprout (Konsens, Ausblick 2027, Telefonkonferenz).

Quelle: DBS Group Holdings, Trading Update für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2026 · Original

Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ist weder Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust.